Stand: 15.03.2002
© 2002 Dr. Schweckendiek, Pauli Ense

Betriebsprüfung

Frage:         Was ist die Betriebsprüfung?
Die Betriebsprüfung ist eine Außenprüfung von Unternehme(r)n. Für den Mittelständler sind insbes. relevant:
-  die „gewöhnliche“ Betriebsprüfung: Einkommen-, Umsatzsteuer-, Gewerbesteuer etc.
-  Besondere Betriebsprüfungen:
   - Lohnsteuerprüfung
   - Umsatzsteuersonderprüfung
Davon ist die Sozialversicherungsprüfung zu unterscheiden, die von der LVA Westfalen vorgenommen wird (betrifft unsere Mandanten).

Frage:    Ich bekomme eine Prüfungsanordnung. Was soll ich tun?
Unsere Mandanten informieren uns bitte  telefonisch. Reichen Sie die Prüfungsanordnung nicht herein oder faxen Sie sie uns nicht zu. Da wir umfassend empfangsbevollmächtigt sind, ist die Prüfungsanordnung uns bekanntzugeben. Eine Bekanntgabe an unsere  Mandanten ist nicht ordnungsmäßig und daher unwirksam.
Hinweis: Verfahren Sie so bei allen Schreiben des Finanzamtes.

Frage:    Warum erwischt es mich?
Sozialversicherungsprüfungen werden grundsätzlich durchgängig vorgenommen.  Der Prüfungsturnus von „gewöhnlichen“ Betriebsprüfungen bestimmt sich nach der Betriebsgröße. Die Auswahl von Betrieben nach dem Zufallsprinzip hat nach Auskunft der Finanzverwaltung abgenommen. Vermehrt werden  Steuerprüfungen angesetzt bei Auffälligkeiten, Kontrollmitteilungen und besonderer Branchenzugehörigkeit (z.B. Gaststätten).

Frage:    Wo findet die Prüfung statt?
Die Prüfung findet grundsätzlich im Betrieb statt. Die hiesigen  Finanzämter stimmen aber bei kleineren und mittleren Betrieben gewöhnlich einer Betriebsprüfung beim steuerlichen Berater zu.

Frage:    Welche Unterlagen müssen vorgelegt werden?
Alle für die Prüfung relevanten aufbewahrungspflichtigen Unterlagen in Papier-, Bild- oder Datenträgerform.
Für Prüfungen ab 2002 müssen ferner Daten EDV-mäßig verfügbar gemacht werden, insbesondere Daten  der Lohn- und Finanzbuchhaltung. Mandanten mit eigener Finanz- und/oder Lohnbuchführung müssen einen Nur-Lesezugriff ihrer Daten mit Auswertungmöglichkeit bis zum Ende der Aufbewahrungsfrist gewährleisten.
Ein Zugriff auf Daten vor 2002 muss nicht reaktiviert werden, wenn dies mit unverhältnismäßigem Aufwand verbunden ist. Es  ist Aufgabe des Steuerpflichtigen, den Zugriff auf nicht prüfungsrelevante Daten zu beschränken. Das Finanzamt kann auch einen Datenträger verlangen, der Datenzugriff und Auswertung ermöglicht. Sofern unsere Kanzlei  mit Finanz- und/oder Lohnbuchführung beauftragt ist, lassen wir nach abschließender Verbuchung einen Datenträger durch die DATEV erstellen, der den Anforderungen genügt.

Frage:    Welche Folgen hat die Betriebsprüfung?
Durch Erscheinen des Betriebsprüfers zu Beginn der Prüfung  geht die Möglichkeit einer strafbefreienden Selbstanzeige verloren. Mit Ausnahme des Nullergebnisses gehen die Prüferfeststellungen ein in einen Nachforderungsbescheid (pauschale Lohnsteuern), Haftungsbescheid  (Arbeitnehmer-Lohnsteuern) oder Änderungsbescheid (Einkommen-, Umsatzsteuer etc.). Die Prüferfeststellungen sind nicht anfechtbar, wohl aber die daraufhin ergangenen Bescheide.

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