Stand: 01.01.2003
© 2003 Dr. Schweckendiek, Pauli Ense

Ordnungsmäßigkeit der Kassenbuchführung

Folgen fehlender Ordnungsmäßigkeit (Auszug):

 

Anforderungen an die Ordnungsmäßigkeit:

  1. Bareinnahmen und -ausgaben sind vollständig, richtig und zeitnah zu erfassen.
    Zeitnah ist je nach Intensität der Bargeschäfte zwischen täglich (Gaststätten, Taxiunternehmen, Einzelhandel etc.) bis maximal wöchentlich.
  2. Das eingetragene Datum richtet sich nach der Kassenbewegung, nicht nach dem Belegdatum.
    Beispiel: Der Arbeitnehmer reicht Ausgabenbelege einer Woche herein und erhält die Verauslagung erstattet. Das Datum der Erstattung ist maßgeblich, da nur zu diesem Zeitpunkt eine Kassenbewegung stattgefunden hat.
  3. Die “Kassensturzfähigkeit” muss gewährleistet sein: Jederzeit müssen Soll-Bestand laut Kassenbuch und Ist-Bestand der Barmittel übereinstimmen. Folglich müssen die Daten im Kassenbuch fortlaufend eingetragen werden.
  4. Das Kassenbuch muss manipulationssicher sein: die Daten dürfen nicht im nachhinein änderbar sein, ohne dass die Änderungen nachvollziehbar sind. Ein elektronisches Kassenbuch erfordert eine zeitnahe Festschreibung. Werden die Kassenaufzeichnungen mit einem Tabellenkalkulationsprogramm erstellt, sind sie zeitnah auszudrucken und abzuzeichnen.
  5. Werden einzelne Barumsätze nur als Tagesumsatz eingetragen, sind die Einzelbelege aufzubewahren. (Ausnahme: branchenspezifische Vereinfachungsregelungen, z.B. für Gaststätten)
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