Stand: 14.01.2004
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Angabe der Steuernummer in Ausgangsrechnungen
(Änderungen ab dem 01.01.2004)

Bereits ab dem 01.07.2002 mussten Unternehmer in ihren Ausgangsrechnungen ihre Steuernummer angeben (§ 14 (1a) UStG a.F.). Ab dem 01.04.2004 müssen Unternehmer entweder ihre Steuernummer oder ihre Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angeben (§ 14 (4) Nr. 2 UStG n.F.).

Durch Angabe der Steuernummer beim Finanzamt kann es Dritten möglich werden, steuerliche Daten zu erfragen. Die Finanzämter haben dieses Problem zwar erkannt und sollen keine Auskünfte mehr telefonisch erteilen. Ob sich diese Anweisung jedoch in der Praxis bewährt hat, möchten wir eher bezweifeln.

Wurde für Rechnungen bis zum 31.12.2003 die Pflicht zur Angabe der Steuernummer verletzt, ergaben sich keine Konsequenzen.
-  Insbesondere traten keine abgaben- oder gar strafrechtlichen Konsequenzen ein.
-  Ferner ging dem Rechnungsempfänger nicht der Vorsteuerabzug verloren.
   (BMF-Schreiben vom 28.06.2002)

Rechnungen ab dem 01.01.2004 müssen aber entweder eine Steuernummer oder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Leistenden enthalten, damit der Leistungsempfänger die ausgewiesene Vorsteuer beanspruchen kann (BMF-Schreiben vom 19.12.2003). Der Leistungsempfänger hat einen zivilrechtlichen Anspruch auf Erhalt einer ordnungsmäßigen Rechnung.

Im Ergebnis raten wir Ihnen aus Datenschutzgründen dazu, (nur) Ihre Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ab dem 01.01.2004 anzugeben. Eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer kann beim Bundesamt für Finanzen, Außenstelle Saarlouis, beantragt werden.

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